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Chancen für Mittelstand und Handwerk

Der Mittelstand und das Handwerk bilden das wirtschaftliche Fundament des Landes: sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung und stellen rund zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Das Handwerk allein beschäftigt rund eine Million Menschen und bietet über 50.000 Ausbildungsplätze an. Diese Betriebe stärken regionale Wirtschaftskreisläufe und prägen die Identität ganzer Regionen, auch hier bei uns im Nordschwarzwald.

Gleichzeitig stehen viele Betriebe durch steigende Energiekosten, komplexe Auflagen, Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an die IT-Sicherheit unter Druck.

Ein wichtiger Hebel ist deshalb die Vereinfachung und Beschleunigung von Verwaltungsprozessen. Verfahren müssen gestrafft, Berichtspflichten reduziert und digitale Lösungen gezielt gefördert werden. Gerade kleinere Betriebe profitieren davon, wenn notwendige Anträge, Nachweise oder Genehmigungen leichter zu bewältigen sind und mehr Zeit für das operative Geschäft bleibt.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, braucht es attraktive Ausbildungsbedingungen, gezielte Qualifizierungsprogramme, stärkere Berufsorientierung in Schulen und den Abbau von Hürden für beruflich qualifizierte Zuwanderung.

Unser Ziel ist es, den Umbau von Geschäftsfeldern aktiv zu begleiten und Betriebe gezielt bei der Digitalisierung und der klimafreundlichen Anpassung von Betriebsprozessen zu unterstützen.

Förderprogramme wie „Klimaschutz-Plus“, Programme zur Ressourceneffizienz oder Innovationsgutscheine helfen bei der klimafreundlichen Umstellung von Betriebsprozessen.

Investitionen in Energieberatung, moderne Gebäudetechnik und effiziente Heizsysteme wie Wärmepumpen müssen weiter getätigt werden. Diese Programme fördern nicht nur den Klimaschutz. Sie setzen auch wichtige Impulse für das regionale Handwerk und die Bauwirtschaft.

Bei allen Maßnahmen gilt: Wer in klimafreundliche Betriebsprozesse investieren möchte, muss sich auf transparente Förderstrukturen, verlässliche Rahmenbedingungen und klare Genehmigungswege verlassen können. Nur wenn Betriebe wissen, worauf sie bauen können, investieren sie langfristig in moderne und umweltgerechte Technologien und Verfahren.

Der Austausch mit Betrieben vor Ort ist daher entscheidend, um praxisnahe Maßnahmen für mehr Klimaschutz in der Wirtschaft zu entwickeln. Denn in den Werkstätten, Werkhallen und Büros im ganzen Land entstehen viele innovative Ideen.

Erneuerbare Energien: Versorgung sichern, Unabhängigkeit stärken

Eine klimaneutrale Wirtschaft setzt eine zukunftsfähige, erneuerbare Energieversorgung voraus. In den vergangenen Jahren hat Baden-Württemberg entscheidende Fortschritte gemacht: Der Anteil von Windenergie, Photovoltaik und Bioenergie wächst stetig, neue Projekte werden schneller umgesetzt und auch kleinere Kommunen rücken als Standort für erneuerbare Anlagen in den Fokus.

Mit den Ergebnissen aus der Task Force Erneuerbare Energien hat das Land einen zentralen Impuls gesetzt. Die Verfahren zur Genehmigung von Windkraft- und Solaranlagen werden deutlich beschleunigt, Hemmnisse identifiziert und abgebaut. Gleichzeitig sorgen die Solarpflicht für Neubauten und neue Beteiligungsformate dafür, dass der Ausbau nicht nur beschleunigt wird, sondern auch an Akzeptanz gewinnt.

Der Ausbau der Erneuerbaren schafft spürbare Chancen für Kommunen, die zusätzliche Einnahmen erzielen können, für Bürgerinnen und Bürger, die sich über Genossenschaften oder direkte Beteiligungen einbringen können, und für regionale Betriebe, die bei Planung, Bau und Wartung neue Aufträge erhalten. Gleichzeitig stärken wir unsere Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten und leisten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz.

Im Landkreis Freudenstadt gibt es sehr gute Voraussetzungen, um regenerative Energien weiter auszubauen: geeignete Höhenlagen für Windkraft, Potenziale für Freiflächen-Photovoltaik und eine engagierte kommunale Ebene. Ich möchte diese Entwicklung politisch begleiten, mithelfen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, und dabei den Fokus auf Nachhaltigkeit, lokale Wertschöpfung und gesellschaftliche Akzeptanz legen.

Innovation: Potentiale freisetzen, Zukunftstechnologien stärken

Ingenieurkunst, Spitzenforschung und industrielle Innovationen zeichnen unser Land aus. Der Maschinenbau und die Fahrzeugtechnik bilden hierfür das technologische Rückgrat. Aber auch Wachstumsbranchen wie die Mikroelektronik, die Batterietechnologie, die Umwelttechnik, die Gesundheitswirtschaft und die Luft- und Raumfahrt gewinnen weiteran Bedeutung. Forschungscluster im ganzen Land sind Leuchttürme dieser Entwicklung und zeigen: Wir sind bestens aufgestellt, um die Technologien der Zukunft mitzugestalten.

Diese Innovationskraft müssen wir mit einer verlässlichen Förderung weiter stärken, von der Batterie- und Chipforschung über Wasserstoffanwendungen bis zur zirkulären Wirtschaft. Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen arbeiten dabei eng zusammen, oft unterstützt durch Landesmittel. Mit dem Campus Schwarzwald spielt die Region heute schon in der Ersten Liga der innovativen Verbundforschung mit.

Dieses Innovationsökosystem soll weiterentwickelt und insbesondere stärker mit mittelständischen Betrieben vernetzt werden. Denn auch Handwerksbetriebe und Selbständige können von dieser Dynamik profitieren. Dazu braucht es praxisnahe Förderprogramme, gut zugängliche Experimentierräume und funktionierende regionale Innovationsnetzwerke. Gerade im Zusammenspiel von unternehmerischer Erfahrung, technischer Expertise und wissenschaftlicher Neugier entstehen die klimafreundlichen Lösungen von morgen.

Innovation ist für uns nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss gute Arbeit schaffen, zukunftsfähige Ausbildungswege eröffnen und unternehmerisches Denken fördern. Mein Ziel ist, dass Baden-Württemberg ein Land bleibt, in dem nicht nur geforscht, sondern auch gegründet, ausgebildet und mit Überzeugung gestaltet wird.

Der Kandidat Daniel Belling im Portrait

Chancen für den Wirtschaftsstandort und für effektiven Klimaschutz

Baden-Württemberg ist ein Land der Tüftler, des Mittelstands und der industriellen Spitzenleistung. Unsere Aufgabe ist es, diesen Standort fit für die klimaneutrale Zukunft zu machen. Für eine zukunftsfeste Wirtschaft braucht es kluge Verbindungen zwischen ökologischer Verantwortung, technologischer Innovation und wirtschaftlicher Stärke. So bleibt Baden-Württemberg auch noch morgen ein Land der Möglichkeiten.

Diese Überzeugung begleitet mich schon lange. In meiner Tätigkeit am Staatsministerium und als Co-Sprecher der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft, Finanzen und Soziales, habe ich gesehen, wie wichtig es ist, wirtschaftliche Vernunft mit ökologischer Verantwortung zu verbinden. Ich bin überzeugt: Eine verlässliche Politik kann Betrieben, Kommunen und Beschäftigten gleichermaßen Chancen eröffnen. Dafür braucht es klare Regeln, Planungssicherheit und eine Haltung, die Innovation und Nachhaltigkeit zusammen denkt.