Das Handwerk ist eine tragende Säule der mittelständischen Wirtschaft im Landkreis Freudenstadt. Die Betriebe stehen für Ausbildung, Arbeitsplätze und regionales Know-how. Im Landkreis gibt es rund 800 Handwerksbetriebe aus ganz unterschiedlichen Gewerken, vom Bau- und Ausbauhandwerk über Elektro- und Sanitärbetriebe bis hin zu Kfz, Metall, Holz und vielen Dienstleistungsberufen.
Bei all dieser Vielfalt stehen die Betriebe vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen, wie ich in persönlichen Gesprächen in den Betrieben erfahren habe: Wie bleibt Ausbildung attraktiv. Wie lassen sich Aufträge zuverlässig planen. Und wie können Betriebe investieren, wenn Verfahren lange dauern und Vorgaben immer komplexer werden. Zu viele Auflagen, lange Genehmigungsverfahren und ein hoher bürokratischer Aufwand belasten den Alltag der Betriebe.
Was alle Betriebe verbindet, ist der Wunsch nach Verlässlichkeit und weniger Auflagen. Dafür brauchen sie politische Entscheidungen, die Planungssicherheit geben und sie im Alltag spürbar entlasten.
Ausbildung und Aufstieg im Handwerk
Das Handwerk bietet im Landkreis Freudenstadt eine große Bandbreite an Ausbildungsberufen. Junge Menschen können hier direkt vor Ort eine qualifizierte Ausbildung beginnen und sich langfristige berufliche Perspektiven aufbauen. Damit mehr junge Menschen diesen Weg wählen, setzen wir uns für eine starke berufliche Bildung und eine bessere Sichtbarkeit handwerklicher Ausbildungsberufe ein.
Der Meisterabschluss steht für hohe fachliche Kompetenz, Verantwortung und unternehmerisches Denken. Wir wollen die Meisterqualifikation weiter stärken, finanziell entlasten und als gleichwertigen Bildungsweg anerkennen. Das ist entscheidend für Betriebsübernahmen, Existenzgründungen und die Ausbildung der nächsten Generation im Handwerk.
Klimaschutz braucht Handwerk
Klimaschutz findet nicht abstrakt statt, sondern konkret im Alltag der Betriebe. Die Wärmewende, energieeffiziente Gebäude, moderne Heizsysteme und der Einsatz erneuerbarer Energien werden durch Handwerkerinnen und Handwerker umgesetzt. Damit diese Aufgaben gelingen, braucht es klare politische Vorgaben, verlässliche Förderstrukturen und ausreichend Fachkräfte.
Wir setzen uns dafür ein, dass Klimaschutzprogramme praxisnah ausgestaltet und Handwerksbetriebe bei der Umsetzung von Wärme- und Energiewende gezielt unterstützt werden. Vorgaben müssen so gestaltet sein, dass sie im Betrieb umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig bleiben.
Betriebe entlasten und regionale Wertschöpfung sichern
Politik muss dafür sorgen, dass Handwerksbetriebe ihre Arbeit ohne unnötige Hürden erledigen können. Wir setzen uns für den Abbau überflüssiger Auflagen, schnellere Genehmigungsverfahren und verständliche Regelungen ein. Ziel ist es, den Betrieben wieder mehr Zeit für Ausbildung, Arbeit und Investitionen zu geben.
Wertschöpfung soll dabei in der Region gehalten werden. Öffentliche Aufträge sollen regionale Betriebe stärker berücksichtigen, ohne dabei neue bürokratische Hürden aufzubauen. Gleichzeitig wollen wir Gründungen und Betriebsübergaben gezielt unterstützen, damit Betriebe erhalten bleiben, Wissen weitergegeben wird und Arbeitsplätze vor Ort gesichert werden. So schaffen wir Perspektiven für Betriebe, Beschäftigte und junge Menschen in der Region.
Unsere grünen Leitlinien
Ausbildung und Meisterqualifikation stärken, damit junge Menschen verlässliche Aufstiegschancen im Handwerk haben.
Betriebe entlasten und Bürokratie abbauen, damit mehr Zeit für Ausbildung, Arbeit und Weiterentwicklung bleibt.
Handwerk als Partner für Wärme- und Energiewende, damit Klimaschutz vor Ort konkret umgesetzt werden kann.
Gründungen fördern und Nachfolge sichern, damit Betriebe erhalten bleiben, Arbeitsplätze im Landkreis gesichert und Perspektiven geschaffen werden.
Weitere Informationen
Bericht über den Austausch von HANDWERK BW mit der Grünen Landtagsfraktion: https://handwerk-bw.de/aktuelles/news-pressemeldungen/newsdetail/handwerk-bw-im-austausch-mit-den-gruenen-vorbereitung-auf-die-landtagswahlen-2026

